Bonn/Hamburg - Er soll Kunden mit dem Verkauf von edlem Champagner, Wodka & Co. über den Tisch gezogen haben.

Er ließ es sich gut gehen
Er selbst hat offenbar lieber Hummer auf dem Tisch: Der Hamburger Unternehmer und mutmaßliche Internet-Betrüger Andreas M. (32, Name geändert) wurde jetzt festgenommen, als er es sich in Bonns exklusivstem Hotel gut gehen ließ.

Die Festnahme erfolgte bereits am Freitag gegen 22.30 Uhr im Restaurant des „Kameha Grand“.
Laut Bonner Polizei lag gegen Andreas M. ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Hamburg vor – wegen Fluchtgefahr!

Es geht um gewerbsmäßigen Betrug
Die Behörde bestätigt die Verhaftung. „Ihr liegt ein Ermittlungsverfahren wegen gewerbsmäßigen Betruges in zehn Fällen zugrunde“, erklärt die Hamburger Oberstaatsanwältin Nana Frombach.

Andreas M. wird im Internet als „Deutschlands größter Betrüger“ oder „Champagner-Betrüger“ beschimpft.
Der Hamburger Unternehmer soll zahlreiche Kunden geleimt haben.
Sie hatten über seinen Onlineshop günstige Alkoholika bestellt, bezahlt, ihre Ware aber wohl nie erhalten.

Ein Verfahren wurde eingestellt
Gegen den 32-jährigen Unternehmer wurde bereits vor zirka fünf Jahren ermittelt, das Verfahren gegen ihn aber vor Gericht wegen mangelnden Tatverdachts nicht eröffnet.
Im aktuellen Fall geht es wieder um Betrugsverdacht im Zusammenhang mit A.s Internet-Getränkehandel.
Er soll Kunden um Beträge zwischen 500 bis 3600 Euro geprellt haben.

Es bestand Fluchtgefahr
Die Fluchtgefahr begründet sich laut Staatsanwaltschaftssprecherin Frombach darin, dass Andreas M. über keine ladungsfähige Adresse verfügt.
Dazu kommt, dass gegen ihn bereits eine weitere Anklage wegen Betruges erhoben wurde.

Nach der Festnahme im noblen Kameha kam der Hamburger Unternehmer in die JVA Köln in U-Haft.